UND AUSSERDEM


TRIO SCHO

VOLKMANN

DIE VOCALIESEN

LIEDKABARETT MTS

DELLE KRIESE

MOTOWN

CORINNE DOUARRE

PIERRE POUGET

SOPHIE WACHENDORFFS IKI DÜNYA TRIO

 

 

TRIO SCHO

Das Trio SCHO trat zum ersten Mal 1992 in der ukrainischen Stadt Poltawa auf. Seit 1994 spielt es überwiegend in Deutschland.
Zum Repertoire gehören russische Lieder und Instrumentalstücke der 20er Jahre bis heute: Russische Tangos, berühmte sowjetische Schlager, Russischer Swing, Folklore sowie eigene Lieder.

Zahlreiche Kooperationen bestimmen den Weg der Musiker:
Seit 1996 arbeitet SCHO mit dem Chanson-Sänger Jean-Pierre Morkerken zusammen und nahm mit ihm die CD „A Bientôt Grand Jacques“ auf.
Im Jahr 1999 folgte die Zusammenarbeit mit Karsten Troyke in dessen Programm „Schweig, Towarisch“ sowie die Mitarbeit an seinem Album „Shuloym Alaykhem“.
Diese Zusammenarbeit setzte sich im Kabarett-Lieder-Programm von Karsten Troyke und Suzanna fort.
Auftritte mit Ursula Karusseit und Günter Junghans in Josh Sellhorn`s Programm Jazz-Lyrik-Prosa, dokumentiert auf einer CD.

Die erste eigene CD des Trios SCHO, ein Live-Mitschnitt eines Konzerts im Hackeschen Hof Theater Berlin im Januar 2000, produzierte Karsten Troyke: „Old Russian Popsongs“
Die zweite CD, „ODESSA“, erschien 2002, nachdem SCHO beim Wettbewerb „Musica Vitale“ den Musikpreis der Werkstatt der Kulturen gewann.

TRIO SCHO:
Gennadij Desatnik (Ukraine) - Gesang, Geige, Gitarre; Absolvent der Musikfachschule in Poltawa
Valery Khorishman (Ukraine) - Akkordeon, Gesang; Absolvent des Donezker Konservatoriums
Valeri Pissarenko (Ukraine) - Kontrabass; Absolvent der Musikfachschule in Poltawa

Presse:
„Old Russian Swing“ mit Herz und Seele“ Berliner Morgenpost
„Ein Hauch von Casablanca in Odessa...“ Die Welt
„Wenn SCHO zu ihren Instrumenten greifen, tanzt der russische Bär im Prenzelberg, und den anwesenden Mädchen steigt ein verträumtes Leuchten in die Augen“ TIP Berlin

 

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VOLKMANN


Weder Liedermacher noch Chansonsänger, nicht Popmusiker und auch nicht Rocker wollten sie sein, als Peter Butschke und Reinhard Buchholz 1983 mit dem Texter Werner Karma die „Pension Volkmann“ gründeten. Vielmehr wollten sie von jedem Genre so viel nutzen, wie sie brauchten, um ihre eigensinnigen, mal poetischen, mal bissigen Texte auf direktem Weg unter die Haut gehen zu lassen. Gemeinsam produzierten sie drei Alben und spielten in ihren besten Zeiten über hundert Konzerte pro Jahr.
Mit dem Tod des virtuosen Gitarristen und Komponisten Reinhard Buchholz am 1. Februar 2007 schloss die Pension ein für alle mal ihre Türen.
Fast ein Jahr später gibt es wieder ein musikalisches Projekt mit dem Sänger und Komponisten Peter Butschke und es heißt schlicht „Volkmann“. Es verknüpft  die guten alten Songs wie „Satt zu essen“ oder „ Sonntag Morgen“ mit  neuen, zum Teil von Butschke getexteten Titeln.
Dem typischen eigenen Songtyp, den der expressive Sänger einst mit Buchholz und Karma prägte, bleibt er selbstverständlich treu. Dass trotzdem selbst vertraute Lieder frisch und unverbraucht klingen, dafür sorgen die neuen Kollegen Micha Herrmann mit Bass und Akkordeon, der Percussionist Frank Gohlke und der junge Jan Hassler mit seiner Gitarre.

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DIE VOCALIESEN

Eine Vokalise ist eine textlose Gesangsübung, der nur Vokale oder Silben unterlegt sind. Nun ließe sich vermuten, das Repertoire der vocaLiesen gliche einem Trimm-dich-Pfad des Belcanto. Doch weit gefehlt! Vielleicht hätten sie sich lieber vocaLotten oder besser noch vocaLuder nennen sollen, denn die vocaLiesen sind singwütige Frauen, die liederträchtig ihre Stimmen einsetzen, um das Publikum wortreich in ihre eigenArtige a cappella-Welt zu entführen. In dieser Welt kann man gefräßigen Aliens, traurigen Prinzessinnen, Katzen, Löwen und Vampiren, großen Hoffnungen und leisen Sehnsüchten begegnen. Und nie weiß man, was einen an der nächsten Ecke erwartet ...

1996 begannen drei angehende Musikwissenschaftlerinnen das Theoriegrau ihres Studiums mit ihren musikalischen Eigengewächsen zu begrünen. Das Repertoire entwickelte sich vielstimmig, weiblich, instrumentenlos, deutschsprachig, bunt aber nicht grell. Eigenschaften, die mittlerweile vocaLiesisches Konzept sind. Neben den Eigengewächsen gedeiht auch, was nach vocaLiesischen Prinzipien in fremden Gärten erwildert wurde. Lieder von Rio Reiser, Tocotronic oder den Beatles, die nicht nur durch die Mehrstimmigkeit eine eigene Prägung erfahren. 2001 produzierte das Berliner Label "Nebelhorn" eine CD mit den vocaLiesen. Dass "Sieben Himmel" in der SWR-Liederbestenliste "CD des Monats" wurde und sich der Titel "Kulturrevolution" dort mehrere Monate gut platzieren konnte, war mehr als ein ideeller Erfolg. Die Konzerte der vocaLiesen sind es schon lange. Wer Spaß hat an hintergründigem Humor und meint, dass sich beißender Spott und Gefühl für sensible Themen nicht ausschließen müssen, sollte den vocaLiesen unbedingt Gehör schenken.

 

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LIEDKABARETT MTS

Seit 1973 macht sich das mobile Liedkabarett MTS zur Freude seines Publikums über (beinahe) alles lustig, vor allem über sich selbst! Den so in 30 Jahren erworbenen Kultstatus verdanken die Dreiunterhalter vor allem ihrem hintersinnigen Humor und dem Spaß, den sie selbst daran haben.
"Musiker, Trommler, Sänger" heißt das neue Programm des mobilen Liedkabaretts MTS.

Was uns zivilisierte Menschen auszeichnet, ist die ständige Bereitschaft, sich über Andere zu ärgern. Eine Grundvoraussetzung dafür ist der Glaube. Viele von uns glauben, dass wir nicht ganz so bekloppt sind wie der Rest der Welt. Wir meinen zum Beispiel, immer im Recht oder wetterfühlig, echte Männer oder sogar gesellig zu sein. Geradezu Spezialisten auf diesem Gebiet sind Musiker, Trommler und Sänger. Und wenn wir uns mal über nichts und niemanden ärgern können, trösten wir uns mit der Erkenntnis: Irgendwas fehlt ja immer!

 

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DELLE KRIESE

Schlagzeug Workshops Lesungen

Der Schlagzeuger Delle Kriese ist Rekordhalter für Einträge in (ost)deutschen Rocklexika. Das wird leicht nachvollziehbar, wenn man die Garde bekannter Musiker und Bands betrachtet, die er in seinem Leben bereits betrommelt hat: Passion, Cäsars Rockband, Jonathan Blues Band, Gerhard Gundermann, Jams, den „König von Deutschland“ Rio Reiser, die Kanadierin Michelle Shocked, Kerschowski, Panzerkreuzer Putensen, Tino Eisbrenner (bei dem er das bisher einzige Mal in den Genuss auf die Bühne fliegender Schlüpfer und Plüschtiere kam...), Mixed Pickles (bei der das Publikum in den Genuss fliegenden Mülls kam) und, und, und...

Seit 1995 spielt Delle bei der legendären Klaus Renft-Combo. Die Geschichte dieser Band, die die Geschichte der DDR quasi vorwegnahm – ihren Aufstieg, ihren Fall – nahm er zum Anlass, ein Buch zu schreiben: „Nach der Schlacht – die Renft-Story“. Inhalt ist nicht nur der Werdegang der Combo mit den damals meisten Nr. 1 – Hits in ostdeutschen Hitparaden, sondern auch die Entstehung der ostdeutschen Rockmusik überhaupt. Mit diesem Buch geht Delle auf „Lesung“. Was aber eher heißt, dass er über die Geschichte der Combo und der DDR-Rockmusik erzählt, diese Erzählungen mit einschlägigen Anekdoten abrundet und auch die anderen Bücher über die Combo nicht vernachlässigt.
In Workshops gibt Delle Kriese seine Erfahrungen als Schlagzeuger weiter: Wie halte ich eigentlich Trommelstöcke richtig, wie spanne ich Trommelfelle, was sind die Grundtechniken des Trommelns, welche Stilistiken sind in der Rock- und Popmusik wesentlich, was ist der Job des Drummers im Kollektiv Band... Nur eins weiß auch Delle nicht: Was muss man tun, um in Robbie Williams` Band spielen zu können...
Wahrscheinlich bekommt’s Delle (auf Anfrage) auch fertig, im Rahmen einer Lesung, die also eher einer Erzählstunde gleicht, etwas vorzutrommeln. Oder beim Trommeln was zu erzählen. Oder ...

Infos zur Renft-Combo und zu Delle Kriese

 

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MOTOWN

Das Richtige für Feiern: „Motown“

Studenten und Absolventen der Musikhochschule „Franz Liszt“ gründeten 2003 die Band „Motown“, um Kompositionen dieses legendären Plattenlabels nach eigenen Arrangements zu spielen. Bekannte Größen des Labels waren unter anderem Stevie Wonder, Jackson Five, Marvine Gaye, Chaka Khan.
Wenn „Motown“ Motown spielt, dann will die Band mit dieser unvergänglichen Musik, dem unvergleichlichen Rhythmus und Groove auf großen und kleinen Festen und Veranstaltungen unterhalten und zum Tanz bitten.

Standardbesetzung:
Claudia Nehls – voc
André Bassing – piano
Philipp Martin – bass
Karoline Körbel – drums/percussion.
Dazu lädt sich die Band gern mitmusizierende Gäste ein, zum Beispiel git, sax, trombone, tp, perc.

 

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CORINNE DOUARRE

Chansons

Corinne wurde 1969 in einem weit von Paris entfernten Vorort geboren und hört von ihrer Mutter während ihrer Kindheit den ganzen Tag bekannte Chansons – allerdings mit (sehr) eigenen Texten. In ihrer Küche wird „je vois la vie en rose“ zu „et j’ai fini ma sauce“ (und meine Soße ist fertig). Damit nicht genug: „Ich lerne Klavier und spiele am liebsten Erik Satie und Gabriel Fauré. Jeden Sonntag folge ich dem Blasorchester meiner Stadt, in dem mein Großvater, mein Onkel und mein Vater mitspielen. Bei ihrem jährlichen Fest werde ich zum Nachtisch auf den Tisch gestellt und singe“.
In Corinnes Jugend erklären Chansons ihr die Welt, die Politik, die Liebe. „Sie sind für mich ein Mittel, sich der Realität zu nähern und gleichzeitig vor ihr zu fliehen.“
Ihrem Abitur mit Schwerpunkt Kunst und Literatur folgt ein Architekturstudium in Paris.
Die Chansons begleiten die langen durchgearbeiteten Nächte.
Von 1992 bis 1994 arbeitet sie in Stuttgart, wo ihr ein Freund ein Akkordeon schenkt. „Ich versuche zu verstehen, wie es funktioniert. Ein kaum angedeuteter französischer Walzer reicht aus, um meine deutschen Freunde nach Paris zu entführen.
Zurück in Paris spielt Corinne wieder Klavier und fängt an zu komponieren und Chansons zu schreiben.
Während eines kurzfristigen Jobs 1994 in Berlin war sie von der Stadt gleichzeitig schockiert und fasziniert. Im Herbst 1999 zieht sie um.

„Warum Paris für Berlin verlassen? Ich war eben sehr fasziniert von dieser Stadt, die nicht unbedingt schön aussieht zuerstmal, aber eine sehr große Geschichte hinter sich trägt. Und diese Geschichte ist noch sichtbar. Das hat mich sehr berührt, dass man noch die Spuren des Krieges sehen kann oder solche Sachen, die man in Paris gar nicht mehr erleben kann.“ (Deutschlandfunk Oktober 2000)

Berliner Morgenpost, 16. 10. 2000: „Ihre skurrilen kleinen Alltagsgeschichten singt sie auf Französisch. Deren Zusammenhang erklärt sie in Deutsch. Die „Vorort-Pariserin“ und Wahlberlinerin Corinne Douarre lädt ein zum Spaziergang mit offenen Augen“.

Berliner Zeitung, 9. 2. 2002:
„Das Akkordeon wirkt zu schwer für die zierliche Frau, denkt man erst. Und dann singt und spielt die Französin Corinne Douarre, und man spürt ihre Größe ... Dourarres Gabe, Geschichten über das Leben und die Liebe zu erzählen, ist unübersehbar. Sie singt mit klarem Sopran, gefühlvoll, ironisch, kindlich, verrückt. Kitschig wird sie nie ... Sie strahlt dieses poetische Staunen über die Dinge aus. Viele ihrer Geschichten kommen aus der Kindheit ... Sie ist schalkhaft, selbstironisch, ein bisschen punky, nicht nur wegen der Frisur. ... Douarre und ihre Musiker decken Verzweigungen zwischen Chanson und Electronica auf. Auch das ist groß....“

 

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PIERRE POUGET

Pierre Pouget, Spross einer Pariser Künstlerfamilie, hat auf seinen Reisen rund um den Globus Lieder und Techniken gesammelt, die er mit eigenem Material zu einem Worldmix voller Magie und französischem Charme vereint.
Der Guitartist zaubert aus dem Bauch seiner Gitarre die Klänge vieler Instrumente und versetzt seine Zuhörer mit jedem Stück in ein anderes Land, an einen anderen Ort. Seine Saitensprünge zwischen allen Stilen reichen von Cancan bis zu Balkan, von Barock bis Rock und von Raga bis Ragtime.
Mit französischem Charme zaubert dieses Bühnenfaszinosum aus dem Bauch einer Gitarre viele exotische Instrumente, die beim Zuschauer und –hörer die Illusion erwecken, mit jedem Stück in ein anderes Land, einen anderen Ort versetzt zu werden.
Pierres Worldmix voller Magie findet auf Varieté-Bühnen wie auf multikulturellen Openair-Festivals gleichermaßen großen Anklang beim Publikum.
Der Gitarrenakrobat beherrscht mühelos ohne Seil und viel Elektronik die Kunst der Saitensprünge zwischen allen Stilen. Von französischem Cancan bis zu Balkan, von Barock bis Rock, von Raga bis Ragtime macht seine sechssaitige Partnerin auf Wunsch und Befehl ihres Meisters alles mit, sogar einen wilden Bauchtanz zu Saz, Sitar und Ud-Klängen des Gitarrenderwischs Pierre Pouget zu tanzen.

Pierre Pouget setzt Gitarre und Effektgeräte auf vielfältigste Art und Weise ein, spielt das Instrument mit dem Geigenbogen an trommelt beidhändig auf den Saiten, variiert die Rhythmen, steigert sie und streichelt die Saiten, bis die Gitarre schnurrt wie ein zufriedener Kater. Auch auf die konventionelle Handhabung als Begleitinstrument verzichtet er nicht. Das schräge, dissonante Spiel und der melancholische Gesang bohren sich geradezu in den Zuhörer, als Songwriter scheint Pierre Pouget ein ungewöhnliches Talent. Aber auch seine Instrumentalnummern haben Hand und Fuß. Keine beliebige, langweilige Pseudo-Avantgarde, kein Clustergeholze, sondern durchstrukturiert ausuferndes Klangmaterial. So kommt denn auch nie das Gefühl auf, das einen bei vielen seiner Kollegen anfällt: viel zu schlecht, um jemals in einer ganz ordinären Band mitzuspielen, klebt man sich einen hehren Kunstanspruch an die Backe, um fortan weltverachtend, bitterböse und publikumsfeindlich am Instrument herumzufummeln.
Große Gesten, Pathos und Innerlichkeitsgehabe hat Pierre Pouget nicht nötig. Der Intensität seiner Klangcollagen entspricht die lässig-selbstverständliche Konzentration der Darbietung. Was er da ablieferte, braucht sich hinten den Größen des Gewerbes nicht zu verstecken. Scott Johnson etwa wirkt gegen ihn wie eine Schlaftablette, und selbst den Vergleich mit dem Übermusiker Elliott Sharp muss Pierre Pouget nicht scheuen. Ein Samstagabend voller Überraschungen.
Wiglaf Droste, taz

Autonome Saiten
Gitarrist Pierre Pouget braucht keine Effektgeräte – aber die Nähe zum Publikum
Der Mann trat schon im Fools garden auf, als der Laden noch in der Bornstraße beheimatet war. Das ist fast zwanzig Jahr her und wenn Pierre Pouget heute Abend in der Lerchenstraße seine Gitarren bearbeitet, wird das Publikum ganz neue Saiten kennen lernen. Denn der Franzose verspricht, mit seinem Instrument neue Sounddimensionen zu erschließen.
„Aus der Gitarre hole ich allein durch verschiedene Fingertechniken viele Klänge heraus: Ich kann eine Saite am Schalloch oder an anderen Stellen anschlagen, ich kann sie beim Slap hoch ziehen, mit Fingernägeln oder –kuppen spielen. Das Instrument ist gleichzeitig perkussiv und melodiös“, erläutert Pierre Pouget. „Im vergangenen Jahr hielt ich mich mehrere Monate in Südamerika auf, und in dieser Zeit habe ich herausgefunden, wie man die Gitarre so spielt, dass sie wie eine Sitar klingt“, fügt er hinzu.
Viel Zeit hat der 45-jährige Musiker damit verbracht, die zahlreichen Klangmöglichkeiten seines Instruments zu erforschen. Herausgekommen ist ein Konzertprogramm, mit dem er das Publikum zu einer musikalischen Reise in Länder einlädt, in den Gitarren oder gitarrenähnliche Instrumente fester Bestandteil der Kultur sind. „Für ein Sambastück greife ich in die Saiten und trommle dazu auf dem Korpus: bei einem anderen Stück arbeite ich mit einem Schlagzeugbesen, spiele die Basssaiten, und natürlich gibt es auch Akkorde“, erzählt er, als sei das selbstverständlich.
Die Hörgewohnheiten seiner Eltern haben in nicht unerheblichem Maß dazu beigetragen, dass Pierre Pouget sich inzwischen als „World-Gitarrist“ begreift: „Als Kind hörte ich zuhause viel Ethnomusik. Meine Eltern mochten indische Ragas ebenso wie arabische Musik, dazu Mozart und den gerade aufgekommenen Rock’n’Roll“, sagt er.
Sämtliche Stücke seines Repertoires hat der Gitarrist übrigens selbst komponiert. „Ein Großteil der Gitarrenliteratur stammt von Leuten, die selbst nicht Gitarre gespielt und deshalb das differenzierte Klangspektrums des Instrument nicht ausgenutzt haben“, erklärt Pierre Pouget.
Der Mann lebt von seinem Instrument und für es. Aufgewachsen in Paris, begann er schon im Alter von sieben Jahren, Gitarrenunterricht zu nehmen – Insgesamt zehn Jahre lang. Nach der Schule bestand er die Aufnahmeprüfung der Schola Cantorum. An der Pariser Musikhochschule, in der auch Claude Debussy, Erik Satie und Quincy Jones eingeschrieben waren, studierte Pouget bei Alexandre Lagoya Komposition, Kontrapunkt und klassische Gitarre.
Nach dem Studium ging Pierre Pouget zunächst nach Deutschland. In Bremen arbeitete er als Komponist eine Spielzeit lang mit dem Regisseur George Tabori im Theater am Goetheplatz zusammen. Danach schrieb er Musiken für das Tanztheater von Pina Bausch in Wuppertal, für das Kabarett Die Wühlmäuse in Berlin und trat mit eigenen Solo-Programmen in diversen Clubs und Kleinkunstbühnen auf. Anfang der achtziger Jahre besaß Pouget eine Zeitlang ein eigenes Studio und experimentierte ein bisschen mit den gerade aufgekommenen Synthesizern herum – um dann doch wieder zur Gitarre zurückzukehren.
Nach sieben Jahren Deutschland zog es ihn wieder in seine Pariser Heimat. Dort schlug sich Pouget mit einigen Auftragskompositionen durch, bis er vor drei Jahren mit seinem neuen Programm „Guitarre von allen Saiten“ eine Tournee durch die Clubs begann. Warum nicht in den Konzertsälen? „Bei diesen klassischen Konzertsälen ist alles so vorprogrammiert, bis auf den Millimeter genau, da gib es keine Überraschungen. Ich spiele viel lieber in Kneipen und kleinen Läden, da bin ich viel näher am Publikum, mit dem ich mich unterhalten kann“, sagt er überzeugt.
taz Hamburg, 10. August 2000, Sven Tietgen

 

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SOPHIE WACHENDORFFS IKI DÜNYA TRIO

Weltmusik mit hinreißendem Gesang,
magischer Gitarre & virtuoser Klarinette

Beflügelt durch einige der interessantesten weltmusikalischen Band-Konzepte namhafter Sängerinnen zwischen Irland und dem Mittelmeerraum schickt Sophie Wachendorff mit IKI DÜNYA ihre „nordische Stimme mit türkischer Seele“ und einen einzigartigen Band-Klang in den musikalischen Kosmos.
In Iki Dünya (deutsch: Zwei Welten) verschmelzen eine magische Stimme, eine akustische Gitarre und eine Klarinette zu einer atmosphärisch dichten Weltmusik zwischen Orient und Okzident, für deren Genuss kein Verständnis der türkischen Sprache notwendig ist. Das Trio vereint auf eingängige, faszinierende Weise Elemente verschiedener Musikkulturen: Ohne die orientalische Grundstimmung zu verlieren, schwingen in türkischen Liebesliedern die atmosphärischen Weiten irischer Melodien, die kraftvolle Melancholie portugiesischer Lieder, die Energie des Klezmer, der Groove eines guten Pop-Songs oder die Zartheit und Sehnsucht eines Chansons mit. Die Elemente aus Folk, Ethno, Jazz und Pop fügen sich zu einem erstaunlich homogenen, eigenen Klangbild zusammen. Der zeitlose Klang dieser spannungsreichen akustischen Minimalmusik passt in keine Schublade, sie ist "Türkischer Fado", Oriental-Chanson oder Akustik-Songwriter-Pop gleichermaßen. Vor allem ist sie universell und auch für westliche Ohren leicht zugängig.
Das Herz Iki Dünyas, die Sängerin Sophie Wachendorff, ist die einzige deutschstämmige künstlerisch anerkannte Interpretin türkischer Lieder in moderner, weltmusikalischer Bearbeitung. Sie hat sich von ihren großen Vorbildern, den türkischen Gesangsikonen Sezen Aksu (stand Udo Lindenberg als Duettpartnerin zur Seite) und Sertab Erener gelöst und sich seit Beginn ihrer Laufbahn im Jahre 1990 zur „Deutschen Stimme des Türkischen Liedes“ entwickelt.


Das langjährige Duo Iki Dünya wird ergänzt durch das einfühlsame Spiel des Berliner Klarinettenvirtuosen Jan Hermerschmidt, der für seine solistischen Höhenflüge in der Klezmergruppe Aufwind und in der preisgekrönten Hans-Eckardt WENZEL Band bekannt ist.
Das Trio mit Sophie Wachendorff (Gesang, Keyboard, Miniperkussion), Paddy Maindok (Gitarre) und Jan Hermerschmidt (Klarinette) gehört zu den Preisträgern des Deutschen Folkpreises 2001 und begeisterte mit seinem Programm auf verschiedenen großen Festivals. Ob im Türkei Pavillon der EXPO 2000, der IFA Berlin 2001, ob auf dem größten europäischen Weltmusikfestival in Rudolstadt, auf dem 26. Nürnberger Bardentreffen oder auf zahlreichen Kleinkunstbühnen: das deutsche wie türkische Publikum ist hingerissen vom leidenschaftlichen Gesang Sophie Wachendorffs.
www.ikiduenya.de.vu

"Die Lieder voller Magie und Intensität sprechen eine internationale Sprache - das Publikum versteht und genießt." (NWZ 8.3.03)
"Geradeheraus, in einem wunderbaren Fluss liebt und leidet, schwärmt und schwebt, sehnt sie und ist eins mit der Musik. Paddy Maindok an der Gitarre ist Mitspieler im perfekten Sinne. Stimme und Klang werden eins. Die musikalische Harmonie, die beide Akteure umgibt, nimmt ihrer Musik alles Fremde und lässt sie zu dieser Weltmusik werden." (Presse)

 

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